Ratgeber Renovierung · Datenauswertung

Renovierungskosten in NRW: Preisentwicklung, Gewerke und Kostenbeispiele

Stand: Oktober 2026 · Amtliche Baupreisdaten: Mai 2026 (Recherche 14. September 2026) · Auswertung: V&S ProfiBau

Wer eine Wohnung oder ein Haus renovieren möchte, sollte mit aktuellen Preisen planen. In Nordrhein-Westfalen lag der Preisindex für die Instandhaltung von Wohngebäuden im Mai 2026 4,6 Prozent über dem Vorjahresmonat, bei Schönheitsreparaturen in Wohnungen waren es 4,8 Prozent. [1]

Die Rechenbeispiele weiter unten zeigen, wie aus Flächen und einzelnen Arbeiten ein Teilbudget wird. Sie verwenden veröffentlichte Richtwerte von V&S ProfiBau für ausgewählte Arbeitsleistungen, ohne Material und ohne den Umfang einer kompletten Wohnungssanierung.

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Was kostet eine Wohnungsrenovierung in NRW?

Was es kostet, eine Wohnung renovieren zu lassen, hängt vom Leistungsumfang ab. Neue Farbe auf intakten Wänden und ein neuer Boden werden anders kalkuliert als ein Umbau mit Bad, Leitungen und neuer Raumaufteilung. Die amtlichen Preisindizes zeigen, wie stark sich bestimmte Bauleistungen verteuert haben. Einen Endpreis pro Quadratmeter Wohnfläche liefern sie nicht. [1]

Grob lassen sich vier Stufen unterscheiden:

  • Oberflächen auffrischen: Wände und Decken streichen, Bodenbeläge erneuern, einzelne Türen überarbeiten.
  • Innenräume umfassender erneuern: zusätzlich alte Beläge entfernen, Untergründe vorbereiten, das Bad erneuern oder Installationen anpassen.
  • Grundriss oder Haustechnik verändern, etwa Trennwände versetzen oder Anschlüsse verlegen.
  • Ein Haus samt Gebäudehülle sanieren: Zum Innenausbau kommen dann oft Dach, Fassade, Fenster und Heizung.

Was „Wohnung komplett renovieren“ oder „Komplettsanierung“ umfasst, ist nicht festgelegt. Entscheidend ist, welche Arbeiten schriftlich im Angebot stehen. Ein Hausbudget mit Dach und Fassade lässt sich nicht mit der Innenrenovierung einer Wohnung vergleichen.

Wie sich der Umfang einer Wohnungssanierung abgrenzen lässt, erklärt unser Ratgeber zu Wohnungssanierung und Kosten.

Wie stark sind die Preise zwischen 2021 und 2026 gestiegen?

Instandhaltung und Schönheitsreparaturen getrennt betrachten

Die Statistik führt zwei getrennte Reihen: die Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen und die Schönheitsreparaturen in einer Wohnung. Für die Budgetplanung sind beide nützlich, zusammenrechnen darf man sie aber nicht. [1] [3]

Die Tabelle zeigt vollständige Jahresdurchschnitte. Zum Vergleich haben wir den Verbraucherpreisindex für NRW ebenfalls auf 2021 = 100 umgerechnet.

JahresdurchschnittInstandhaltung von WohngebäudenSchönheitsreparaturen in einer WohnungVerbraucherpreise NRW, umgerechnet
2021100,0100,0100,0
2022113,1109,8107,1
2023123,0121,5113,1
2024128,2127,4115,6
2025132,7131,9117,9
Indexwerte, keine Eurobeträge. Quelle: IT.NRW, Baupreisbericht Mai 2026, Tabelle 3, sowie Verbraucherpreisindex für NRW. Umrechnung des Verbraucherpreisindex durch V&S ProfiBau; auf eine Nachkommastelle gerundet. [1] [2]

Von 2021 bis 2025 stieg der Instandhaltungsindex um 32,7 Prozent, der Index für Schönheitsreparaturen um 31,9 Prozent. Die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um rund 17,9 Prozent zu. Die erfassten Bauleistungen haben sich also fast doppelt so stark verteuert.

Ein älteres Budget nur um die allgemeine Inflation zu erhöhen, greift deshalb zu kurz. Was eine bestimmte Wohnung kostet, zeigt allerdings kein Index. Dafür werden Zustand und gewünschte Arbeiten vor Ort aufgenommen.

2026: Werte für Mai, noch kein Jahresdurchschnitt

KategorieMai 2025Mai 2026Veränderung zum Vorjahresmonat
Instandhaltung von Wohngebäuden132,3138,4rund +4,6 %
Schönheitsreparaturen in einer Wohnung131,2137,5rund +4,8 %
NRW, Basis 2021 = 100. Veränderungsraten aus den veröffentlichten Indexständen berechnet. Quelle: IT.NRW, Tabelle 3. [1]

Ein Index von 138,4 bedeutet: Das erfasste Preisniveau lag im Mai 2026 38,4 Prozent über dem Durchschnitt des Basisjahres 2021. Es bedeutet weder 138,40 Euro pro Quadratmeter noch eine Verteuerung um 38,4 Prozent innerhalb eines Jahres.

Deutschlandweit meldet Destatis für Mai 2026 einen Anstieg der Instandhaltungspreise ohne Schönheitsreparaturen um 5,6 Prozent. In NRW lag das Plus damit einen Prozentpunkt niedriger. Ob ein bestimmter Auftrag in NRW günstiger ist als anderswo, lässt sich daraus nicht ablesen. [3]

Wie haben sich die Preise einzelner Gewerke verändert?

IT.NRW schlüsselt die Preise auch nach einzelnen Bauleistungen auf. Diese Auswahl stammt aus der Statistik für den Neubau von Wohngebäuden. Sie zeigt, wie sich vergleichbare Arbeiten verteuert haben, ist aber kein eigener Preisindex für die Renovierung bestehender Wohnungen.

Bauleistung im WohnungsneubauMai 2025Mai 2026Veränderung
Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnik137,3145,7+6,1 %
Tapezierarbeiten140,7148,8+5,8 %
Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden143,0150,6+5,3 %
Maler- und Lackierarbeiten – Beschichtungen135,8142,2+4,7 %
Heizanlagen und zentrale Wassererwärmung137,6143,9+4,6 %
Trockenbauarbeiten127,3131,5+3,3 %
Fliesen- und Plattenarbeiten127,0130,4+2,7 %
Parkettarbeiten126,6129,9+2,6 %
NRW, Basis 2021 = 100; einschließlich Umsatzsteuer. Quelle: IT.NRW, Baupreisbericht Mai 2026, Tabelle 2, Seiten 13, 15 und 17. [1]

Elektro- und Sanitärarbeiten haben sich zuletzt deutlich stärker verteuert als Fliesen- oder Parkettarbeiten. Ein einziger Aufschlag auf alle Positionen einer alten Kalkulation bleibt deshalb eine grobe Annäherung, besonders wenn viel Haustechnik dabei ist.

Auch innerhalb einer Gruppe ist die genaue Bezeichnung wichtig: IT.NRW weist für Estricharbeiten insgesamt +6,3 Prozent aus. Die Position Estrich selbst stieg um 4,4 Prozent, die Dämmschicht um 9,1 Prozent. Für eine einzelne Estrichposition taugt der Wert der ganzen Gruppe also wenig. [1]

Die Indizes erfassen Bauleistungen als Ganzes, nicht Handwerkerlohn, Materialeinkauf oder Gewinn getrennt. Steigen die Preise für Elektroarbeiten um 6 Prozent, heißt das nicht, dass Kabel um 6 Prozent teurer wurden.

Warum Materialpreis, Stundenlohn und Angebotssumme auseinanderliegen

Ein Renovierungsangebot enthält neben der Arbeit oft Material, Einrichtung und Schutz der Baustelle, Transport und weitere vereinbarte Leistungen. Ein günstiger Einkaufspreis für den Bodenbelag sagt wenig über den Preis des fertig verlegten Bodens.

Beim Stundenlohn ist es ähnlich. Die Handwerkskammer Reutlingen rechnet ein Beispiel vor: Aus 20,00 Euro Bruttostundenlohn werden nach Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und Gewinn 64,52 Euro netto oder 76,78 Euro brutto Stundenverrechnungssatz. Das ist eine Beispielrechnung der Kammer, kein Durchschnittswert für NRW und kein Stundensatz von V&S ProfiBau. [5]

Die erste Frage an ein Angebot lautet deshalb: Welche fertige Leistung bekomme ich für diesen Betrag?

Renovierungskosten pro m²: Welche Fläche zählt?

Wer nach Kosten pro Quadratmeter fragt, meint meist die Wohnfläche. Gerechnet wird aber mit der Fläche der jeweiligen Arbeit: 80 m² Wohnfläche sind keine 80 m² Malerfläche, denn Wände und Decken kommen dazu. Bei Fliesen zählt die tatsächlich belegte Wand- und Bodenfläche.

Die folgenden Rechenbeispiele gehen von 80 m² Wohnfläche aus, mit 200 m² Wandfläche, 80 m² Deckenfläche und 70 m² neuem Boden. Für die Malerarbeiten ergeben sich daraus 280 m². Im zweiten Beispiel kommen fünf Innentüren hinzu.

Diese Flächen sind Annahmen für die Rechnung, keine Vermessung einer typischen NRW-Wohnung. Bei Ihnen ergeben sich die Mengen aus dem Aufmaß vor Ort. Türen werden in Stück berechnet, Sockelleisten oder elastische Fugen in laufenden Metern.

Vergleichen lässt sich ein Preis erst, wenn Leistung, Einheit, Menge und Materialumfang feststehen.

Zwei Beispielbudgets: Maler- und Bodenarbeiten auf 80 m²

Gerechnet wird mit den veröffentlichten Richtwerten von V&S ProfiBau. Alle Beträge enthalten 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die aufgeführten Arbeitsleistungen, Material ist nicht enthalten. Die Summen sind keine Komplettpreise für die 80-m²-Wohnung. [4]

Beispiel A: Grundieren, zweimal streichen und Laminat verlegen

Angenommen sind geeignete, vorbereitete Flächen. Größere Spachtelarbeiten, das Entfernen alter Beläge und eine Bodenausgleichsmasse sind nicht mitgerechnet.

ArbeitsleistungMengeRichtwert brutto, ohne MaterialTeilbetrag brutto
Grundierung280 m²3–5 €/m²840–1.400 €
Anstrich in zwei Schichten280 m²8–15 €/m²2.240–4.200 €
Laminat verlegen70 m²10–15 €/m²700–1.050 €
Summe der aufgeführten Arbeiten3.780–6.650 €
Eigene Modellrechnung aus Menge × veröffentlichtem V&S-Richtwert; einschließlich 19 % MwSt., ohne Material. [4]

Für das vollständige Budget fehlen vor allem Farbe, Grundiermittel, Laminat, Unterlage und Sockelleisten. Offen ist außerdem, welche Schutz-, Transport-, Entsorgungs- und Abschlussarbeiten dazukommen.

Beispiel B: Wände und Decken vorbereiten und streichen, Boden und Türen erneuern

Für die Malerarbeiten steht hier die Paketposition „Wände und Decken vorbereiten und streichen“ mit 25–45 Euro pro Quadratmeter. Welche Untergrundvorbereitung dazugehört, wird vor Ort festgelegt. Eine komplette Putzsanierung deckt diese Modellannahme nicht ab.

ArbeitsleistungMengeRichtwert brutto, ohne MaterialTeilbetrag brutto
Wände und Decken vorbereiten und streichen280 m²25–45 €/m²7.000–12.600 €
Laminat verlegen70 m²10–15 €/m²700–1.050 €
Alte Innentüren ausbauen5 Stück40–70 €/Stück200–350 €
Innentüren montieren5 Stück80–150 €/Stück400–750 €
Summe der aufgeführten Arbeiten8.300–14.750 €
Eigene Modellrechnung; einschließlich 19 % MwSt., ohne Material. Türblätter, Zargen, Beschläge und weitere benötigte Materialien werden gesondert kalkuliert. [4]

Nicht mitgerechnet sind auch hier das Entfernen alter Bodenbeläge, ein nötiger Bodenausgleich, Transport, Entsorgung und Abschlussreinigung.

Die Malerposition in Beispiel B ersetzt die Malerpositionen aus Beispiel A. Grundierung und Anstrich kommen also nicht noch einmal dazu. Das gilt für jede Arbeit, die schon in einer Paketposition steckt.

Die Spannen entstehen, indem jeweils die unteren und die oberen Richtwerte addiert werden. Eine statistische Wahrscheinlichkeit beschreiben sie nicht. Welche Ausführung zur Wohnung passt und was sie kostet, zeigt erst der tatsächliche Zustand vor Ort.

Kleines Bad, größere Fliesenfläche

Beim Bad liegen Raumgröße und Leistungsmenge ebenfalls auseinander. Kommen zu 6 m² Bodenfläche 20 m² Wandfliesen, sind 26 m² Fliesenfläche zu kalkulieren.

Mit dem V&S-Richtwert von 40–150 €/m² ergibt das 1.040–3.900 Euro brutto für die Verlegeleistung allein. Fliesenmaterial, Rückbau, Untergrundaufbau, Abdichtung, Sanitärarbeiten und weitere Leistungen kommen je nach Auftrag hinzu. Der Betrag ist deshalb kein Preis für eine vollständige Badsanierung. [4]

Welche Kosten bei einer Badsanierung zusammenkommen, erklärt unser Ratgeber zur Badsanierung.

Vom Teilbudget zur vollständigen Kostenplanung

Damit aus solchen Rechnungen ein brauchbares Budget wird, sollten offene Positionen nicht in einem pauschalen Aufschlag verschwinden. Notieren Sie, welche Arbeiten nötig sind, welche schon enthalten sind und welche sich erst nach der Besichtigung bewerten lassen.

Materialien und Ausführung festlegen

Halten Sie fest, mit welchem Produkt oder welcher Materialqualität gerechnet wird. Beim Boden sind das etwa Belag, Unterlage, Sockelleisten und Übergangsprofile, bei Türen Türblatt, Zarge und Beschläge.

Klären Sie auch die Leistungsgrenzen: Heißt „Boden verlegen“ nur die Verlegung auf geeignetem Untergrund, oder gehören Ausbau des Altbelags und Vorbereitung dazu? Heißt „Wände streichen“ ein Anstrich auf der vorhandenen Oberfläche oder auch flächiges Spachteln? Die Verbraucherzentrale rät zu genauen Mengen- und Qualitätsangaben, damit sich Angebote vergleichen lassen. [6]

Rückbau, Zugang und Entsorgung erfassen

Planen Sie den ganzen Weg vom Bestand bis zur fertigen Oberfläche: Ausbau, Sortierung, Transport und Entsorgung des Altmaterials. Ins Angebot gehören außerdem der Schutz von Treppenhaus und Möbeln sowie die Abschlussreinigung.

Nennen Sie in der Anfrage am besten gleich Etage, Aufzug, Zugang und wie die Räume genutzt werden. Ist die Wohnung bewohnt, klären Sie vorab, welche Bereiche während der Arbeiten nutzbar bleiben müssen. Für Vermieter zählt außerdem der Übergabetermin; Hinweise dazu im Beitrag Renovierung vor Neuvermietung planen.

Unklare Untergründe vorab prüfen

Feuchte Stellen, beschädigte Untergründe oder unbekannte alte Beläge gehören schon ins erste Gespräch. Beschreiben Sie bekannte Schäden und geben Sie vorhandene Unterlagen weiter, nicht nur die gewünschte neue Oberfläche.

Bei älteren Gebäuden geht es auch um Schadstoffe. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin besteht in Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 bei Bauarbeiten das Risiko, auf asbesthaltige Materialien zu stoßen. Verdächtige Materialien sollten vor dem Entfernen, Schleifen oder Bohren fachkundig abgeklärt werden. Das Baujahr allein beweist keinen Asbestbefund. [7]

Reserve und Angebotssumme auseinanderhalten

Planen Sie eine Reserve für noch offene Entscheidungen ein. Wie hoch sie sein sollte, lässt sich aus den Preisindizes nicht ableiten. Legen Sie zuerst fest, wofür die Reserve gedacht ist, etwa für noch nicht gewählte Ausstattung oder einen ungeklärten Untergrund.

Die Reserve ist Ihr Puffer, kein Rechnungsbetrag. Bei V&S ProfiBau gilt das Festpreis-Angebot für den Umfang, der nach Besichtigung und Aufmaß schriftlich festgelegt ist. Änderungen daran stimmen wir gesondert mit Ihnen ab.

Renovierungsangebote vergleichen: fünf Prüffragen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Angebote auf Vollständigkeit zu prüfen, einschließlich vorbereitender, nachbereitender und anderer Nebenarbeiten. [6]

PrüffrageWas im Angebot erkennbar sein sollte
Welche Mengen werden berechnet?Wohnfläche, Wand- und Deckenflächen, Bodenflächen, Stückzahlen oder laufende Meter jeweils passend zur Leistung
Was passiert mit dem Bestand?Ausbau, Untergrundvorbereitung, Schutzmaßnahmen, Abtransport und Entsorgung
Welche Materialien sind enthalten?Produkte oder vereinbarte Qualität; gegebenenfalls getrennte Materialpositionen
Welche Summe ist vergleichbar?Gleicher Leistungsumfang, gleiche Materialannahmen und eindeutiger Mehrwertsteuerstatus
Was ist noch offen?Noch zu prüfende Arbeiten, Wahlpositionen und das Vorgehen bei Änderungswünschen

Ein niedrigerer Endbetrag kann schlicht weniger Leistung bedeuten. Legen Sie zuerst die Positionen nebeneinander und vergleichen Sie erst danach die Summen.

Häufige Fragen zu Renovierungskosten in NRW

Das hängt von den Arbeiten ab, nicht allein von der Wohnfläche. Rechnen Sie wie in den Beispielen oben: Wand- und Deckenfläche für die Malerarbeiten, die Bodenfläche für den neuen Belag, Türen in Stück. Jede Menge wird mit dem Richtwert der jeweiligen Leistung multipliziert, Material kommt hinzu. Den verbindlichen Preis nennt das schriftliche Angebot nach Besichtigung und Aufmaß.

Grob ja, wenn Zeitraum und passende Leistungskategorie bekannt sind. Die Formel: alter Betrag × neuer Index ÷ alter Index. Das Ergebnis ist eine Indexrechnung, kein aktuelles Angebot. Ein geänderter Umfang, andere Materialien oder ein anderer Ausgangszustand stecken nicht darin.

Die ausgewerteten Reihen gelten für ganz NRW; Werte für einzelne Städte weisen sie nicht aus. Aussagekräftig ist erst der Vergleich konkreter Angebote mit gleichen Mengen, Leistungen und Materialien.

Nein. Die Teilbeträge und Summen enthalten bereits 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die aufgeführten Arbeitsleistungen. Material und weitere Leistungen kommen mit eigenen, klar gekennzeichneten Preisen hinzu.

Die Indizes zeigen die bisherige Preisentwicklung. Eine Prognose, ob die Preise sinken, enthalten sie nicht. Entscheiden Sie nach dem Zustand der Wohnung oder des Hauses, der geplanten Nutzung und einem klar abgegrenzten Angebot.

Datengrundlage und Berechnung

Grundlage sind öffentlich zugängliche Statistiken und eigene Kostenmodelle, keine Befragung von Renovierungsbetrieben und keine Auswertung abgerechneter V&S-Projekte.

Die Baupreisentwicklung stammt aus dem IT.NRW-Bericht für Mai 2026. Erfasst werden tatsächlich vereinbarte Marktpreise ausgewählter Bauleistungen, keine beworbenen Angebotspreise. Die Jahresdurchschnitte 2021–2025 stehen getrennt vom Berichtsmonat Mai 2026. Die Indizes enthalten Umsatzsteuer, Basis ist 2021 = 100. [1]

Der Verbraucherpreisindex wird amtlich mit 2020 = 100 veröffentlicht. Für unsere Vergleichstabelle teilen wir jeden Jahreswert durch 103,1, den Jahresdurchschnitt 2021, und multiplizieren das Ergebnis mit 100. Beispiel für 2025: 121,6 ÷ 103,1 × 100 = rund 117,9. [2]

Die Kostenbeispiele in Euro beruhen nur auf den veröffentlichten V&S-Richtwerten der genannten Arbeitsleistungen und den offengelegten Modellmengen: Menge × Richtwert. Die Preisänderungen aus den Indextabellen sind darauf nicht zusätzlich aufgeschlagen.

So lässt sich jede Zahl nachrechnen. Die Gewerke-Indizes beziehen sich auf den Wohnungsneubau; die Preisentwicklung eines konkreten Umbaus im Bestand lässt sich daraus nicht bestimmen.

Nächster Schritt

Renovierung in Mülheim und Umgebung besprechen

Für eine Renovierung in Mülheim an der Ruhr, Essen, Duisburg, Oberhausen und im Umkreis von 50 km kommen wir zu Ihnen. Erzählen Sie uns kurz, was in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus gemacht werden soll.

Rufen Sie an oder schicken Sie erste Angaben und Fotos per WhatsApp. Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin mit Aufmaß klären wir den Umfang. Danach erhalten Sie ein schriftliches Festpreis-Angebot für die vereinbarten Arbeiten und einen Ansprechpartner für die Koordination.

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Quellen

Recherche- und Berechnungsstand: 14. September 2026. Für die Statistiken gilt der jeweils genannte Berichtszeitraum, für die Kostenbeispiele die zu diesem Datum gültigen V&S-Richtwerte.

  1. IT.NRW: Preisindizes für Wohn- und Nichtwohngebäude, Instandhaltung und Straßenbau in Nordrhein-Westfalen – Mai 2026. Tabelle 3, Seite 18: Jahres- und Monatsreihen. Tabelle 2, Seiten 13, 15 und 17: ausgewählte Bauleistungen im Wohnungsneubau. Die verlinkte Datei wird laufend aktualisiert; ausgewertet wurde die Ausgabe Mai 2026.
  2. IT.NRW: Verbraucherpreisindex für NRW. Jahresdurchschnitte 2021–2025; eigene Umbasierung auf 2021 = 100.
  3. Statistisches Bundesamt: Preisindizes für Bauwerke, Ingenieurbau und Instandhaltung. Deutschland, Berichtsmonat Mai 2026; Veröffentlichung vom 10. Juli 2026.
  4. V&S ProfiBau: Preisübersicht mit Richtwerten je Arbeitsleistung. Eigene Unternehmensrichtwerte, keine amtlichen NRW-Durchschnittspreise. Materialumfang und Steuerstatus sind bei den Rechenbeispielen gesondert ausgewiesen.
  5. Handwerkskammer Reutlingen: Tipps für Kunden – Was kostet die Handwerkerstunde?. Verwendet wird nur die dort erläuterte Beispielkalkulation, kein regionaler Marktdurchschnitt.
  6. Verbraucherzentrale: Handwerker finden: So vermeiden Sie böse Überraschungen. Hinweise zum Leistungsumfang und zum Vergleich vollständiger Angebote.
  7. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Informationsplattform Asbest – Planung und Vorbereitung. Hinweise zur Vorbereitung von Arbeiten an älteren Gebäuden.

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